NP Kornati
In der Mitte der kroatischen Adria, in der Nähe der Inseln von Šibenik und Zadar, befindet sich eine eigene und ganz besondere Inselgruppe, die "Kornati".
Wegen der schönen Landschaft, der interessanten Geomorphologie, der Gliederung der Küste und des Artenreichtums des Meeresökosystems wurde 1980 der größte Teil des Kornati-Gebiets zum Nationalpark erklärt.
Heute erstreckt sich der Nationalpark "Kornati" über eine Fläche von etwa 220 km2.
Auf dieser Fläche befinden sich 89 größere und kleinere Inseln und Riffe mit etwa 238 km Küstenlinie. Neben der großen Anzahl der Inseln beträgt das Festland des Parks weniger als 1/4 der Gesamtfläche, den Rest nimmt das Meeresökosystem ein.
NP Krka
Der Nationalpark ist ein weites und zum größten Teil unverändertes Gebiet von außerordentlichem und mehrfachem Naturwert. Ferner umfasst es ein oder mehrere erhaltene bzw. unbedeutend veränderte Ökosysteme. Er dient vorrangig für wissenschaftliche, kulturelle, erzieherische und bildende Zwecke sowie zur Erholung. Die Tourismustätigkeit hat die Besichtigungs- und Besuchsrolle inne.
Er wurde im Jahre 1985 zum Nationalpark «Krka» ernannt und ist der siebte Nationalpark Kroatiens.
Der Nationalpark liegt zur Gänze auf dem Gebiet der Gespanschaft Šibenik-Knin und umfasst eine Oberfläche von 109 km2 entlang des Krka- Flussverlaufs, nämlich: zwei Kilometer flussabwärts von Knin nach Skradin und dem unteren Verlauf von Čikola. Zusammen mit dem überschwemmten Teil der Mündung ist der Fluss ca. 72,5 km lang und ist der Länge nach der 22. Fluss Kroatiens.
Der Fluss Krka quellt aus dem Fuß des Gebirges Dinara, 3,5, km nordöstlich von Knin, am Fuße des 22 m hohen, im Winter tosenden und im Sommer trockenen Wasserfalls Topolj, Veliki buk oder Krčić- Wasserfalls hervor. Die Länge des Süßwasser-Wasserlaufs beträgt 49 km und die des Brackwassers 23,5 km. Bedeutende Nebenflüsse sind Krčić, Kosovčica, Orašnica, Butišnica und Čikola mit Vrba.
Mit seinen sieben Kalksinterwasserfällen und mit seiner gesamten Falllänge von 242 m stellt Krka ein natürliches und ein Karstphänomen dar.
Plitvicer Seen
Der bekannteste und am meisten besuchte Nationalpark Kroatiens (es gibt insgesamt acht Nationalparks in Kroatien) – Nationalpark Plitvicer Seen ist das einzige Naturdenkmal unter kroatischen Kulturdenkmälern, das im Jahr 1979 als eines der ersten Naturdenkmäler weltweit in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen wurde.
Nach der Weltnaturschutzunion (IUCN), die acht Kategorien des Naturschutzes definiert, gehören die Plitvizer Seen zu der zweiten Kategorie – Nationalpark, die ein Schutzgebiet unter Verwaltung bezeichnet, besonders damit das Ökosystem und Freizeitaktivitäten geschützt werden. Die ersten kartographischen Aufzeichnungen der Plitvizer Seen sind noch auf Zeichnungen aus dem 17. Jahrhundert zu finden und schriftlich befinden sie sich in Schriften aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Der Name Plitvice wurde in die Literatur im Jahr 1777 aufgenommen. Schon in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts erschienen die ersten organisierten Initiativen bezüglich der Erklärung der Plitvizer Seen zum Schutzgebiet. In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts hat Akademiker Ivo Pavelek zum ersten Mal die Gründe für den Schutz der Plitvicer Seen wissenschaftlich erklärt. Er hat sich mit dem Wachstum von Moosen und Algen befasst und gelangte zu der Erkenntnis, dass die Entstehung und das Wachstum vom Kalksinter, der an der Formierung der geomorphologischen Formen der Plitvizer Seen teilnimmt, der wichtigste und empfindlichste biogene Prozess und das „Wesentliche der Plitvizer Seen“ ist.
Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse und Bemühungen von Ivo Pavelek führten zum historischen Datum – 8. April 1949, als Plitvizer Seen zum ersten kroatischen Nationalpark erklärt wurden. Noch früher, und besonders nachdem es den offiziellen Status bekommen hatte, war dieses Gebiet Gegenstand von vielen wissenschaftlichen und fachlichen Forschungen.
Auf diese Weise wurden viele Erkenntnisse über Naturwerte des Nationalparks Plitvizer Seen gesammelt, wobei es nicht „nur“ um die kalkgesteinsformierende Wasserfälle und die sechzehn weltweit bekannte kaskadenförmig angelegte Seen geht. Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um die Leserschaft mit der großen Anzahl der geomorphologischen Ausformungen und Wald- und Grashabitate, sowie mit Flora und Fauna, mit dem Kulturerbe und dem touristischen Angebot des größten und ältesten Nationalparks Kroatiens bekanntzumachen.